Was ist ein Diamant?
Ein Diamant ist reiner Kohlenstoff, der über Milliarden von Jahren unter extremer Hitze und extremem Druck im Erdmantel kristallisiert ist. Er ist das härteste natürliche Material der Erde (10 auf der Mohs-Skala) und weist den höchsten Brechungsindex aller farblosen Edelsteine auf, wodurch er mehr Licht zum Auge zurückwirft als jeder andere Edelstein. Sowohl natürliche als auch laborgezüchtete Diamanten sind echte Diamanten – identisch in ihrer chemischen Zusammensetzung, Kristallstruktur, Härte und ihren optischen Eigenschaften. Der einzige Unterschied zwischen ihnen ist ihre Herkunft.
Woher stammen die besten Diamanten?
Bei weißen Diamanten hat die geografische Herkunft nur begrenzten Einfluss auf die Qualität – die vier Cs bestimmen den Wert unabhängig davon, wo der Stein abgebaut wurde. Die wichtigsten Förderländer sind Botswana, Kanada, Russland, Südafrika und die Demokratische Republik Kongo. Bei farbigen Diamanten spielt die Herkunft eine bedeutende Rolle: Natürliche, leuchtend rosa Diamanten aus der australischen Argyle-Mine (mittlerweile geschlossen) und edle blaue Diamanten aus bestimmten afrikanischen Quellen erzielen erhebliche Preisaufschläge. Für Kunden, denen eine ethische Herkunft wichtig ist, sind eine Zertifizierung als konfliktfrei und rückverfolgbare Lieferketten von größerer Bedeutung als das Herkunftsland allein.
Werden Diamanten behandelt?
Herkömmliche Diamanten aus dem Bergbau werden geschliffen und poliert – sie werden jedoch nicht in der Weise behandelt, wie dies bei vielen farbigen Edelsteinen der Fall ist. Laborgezüchtete Diamanten werden mittels HPHT- oder CVD-Verfahren hergestellt – hierbei handelt es sich um Herstellungsverfahren, nicht um Behandlungen, die an bereits vorhandenen Steinen vorgenommen werden. Ein Zertifikat eines unabhängigen Labors vermerkt jegliche an einem Stein vorgenommene Behandlung.
Woran erkenne ich, ob ein Diamant von guter Qualität ist?
Kaufen Sie zertifizierte Diamanten. Ein Zertifikat der GIA, IGI oder AGS bestätigt die vier C-Kriterien unabhängig vom Verkäufer. Innerhalb dieser Bewertungen sollten Sie dem Schliff oberste Priorität einräumen – ein gut geschliffener Diamant der Farbe G und der Reinheit VS2 wirkt ansprechender als ein schlecht geschliffener Stein der Farbe D und der Reinheit VVS1. Das praktische Ziel für die meisten Kunden ist die Schliffqualität „Excellent“ oder „Ideal“, die Farbe G–H sowie die Reinheit VS2–SI1. Gehen Sie beim Schliff niemals Kompromisse ein, um höhere Bewertungen bei Farbe oder Reinheit zu erzielen.
Was ist der Unterschied zwischen natürlichen und laborgezüchteten Diamanten?
Chemisch und physikalisch gibt es keinen Unterschied – beide sind echte Diamanten. Der Unterschied liegt in der Herkunft, dem Preis und dem Wiederverkaufswert. Laborgezüchtete Diamanten kosten derzeit 60–80 % weniger als natürliche Diamanten gleicher Qualität. Da die Produktion rasant zugenommen hat, weisen sie einen deutlich geringeren Wiederverkaufswert auf. Für Käufer, denen der Tragwert wichtiger ist als der Investitionswert, bieten laborgezüchtete Diamanten die Möglichkeit, für dasselbe Budget einen wesentlich besseren Stein zu erwerben. Für Käufer, die Wert auf den geologischen Ursprung oder den langfristigen Werterhalt legen, sind natürliche Diamanten die richtige Wahl. Beide Standpunkte sind berechtigt – die richtige Antwort hängt davon ab, wofür das Schmuckstück bestimmt ist.
Ist ein Diamant eine gute Wahl für einen Verlobungsring?
Ja – und das ist das stärkste Argument aller Edelsteine. Mit einer Härte von 10 auf der Mohs-Skala ist er der einzige Stein, der täglich getragen werden kann, ohne dass man sich um Oberflächenkratzer sorgen muss. Dank seines Brechungsindexes kommt er unter allen Lichtverhältnissen optimal zur Geltung, ohne dass eine sorgfältige Ausrichtung erforderlich ist. Die ehrlichen Vorbehalte sind begrenzt: Diamanten können bei scharfen, direkten Stößen an Ecken und Spitzen absplittern, weshalb ausgefallene Schliffformen (Prinzess-, Tropfenschliff- und Marquise-Schliff) von schützenden Fassungen profitieren; außerdem erfordert die Fassung selbst eine jährliche professionelle Überprüfung auf lockere Krappenfassungen. Für Käufer, die einen Ring wünschen, der keine besonderen Reinigungsvorschriften und keine pflegebezogenen Maßnahmen erfordert, ist der Diamant die richtige Wahl.
Wie pflege ich Schmuck mit Diamanten?
Reinigen Sie ihn regelmäßig mit milder Seife, warmem Wasser und einer weichen Bürste – Diamanten ziehen Fett an, und ein verschmutzter Stein wird häufig fälschlicherweise für einen stumpfen gehalten. Ultraschallreiniger sind für Diamanten in Gold- oder Platinfassungen unbedenklich. Legen Sie den Schmuck vor dem Schwimmen, bei intensiver körperlicher Betätigung und vor dem Schlafengehen ab. Das wichtigste Anliegen bei der laufenden Pflege ist eher die Fassung als der Stein selbst: Lassen Sie feine Diamantschmuckstücke jährlich fachmännisch auf lose Krappen überprüfen, insbesondere Verlobungsringe, die täglich getragen werden. Weiß Gold-Fassungen erfordern bei regelmäßigem Tragen alle ein bis zwei Jahre eine erneute Rhodinierung – dies ist eine routinemäßige Wartungsmaßnahme und kein Mangel.