Kostbar, selten und wertvoll

„Diamant erster Güte“; „Juwel von einem Menschen“; „Perlen der Weisheit“... In Sprachen auf der ganzen Welt werden Edelsteine als Metaphern für das Einzigartige, Kostbare und Seltene verwendet.

Ein Edelstein ist ein kristallines Mineral, das, wenn es einen Schliff und eine Polierung erhält, als Verzierung für Schmuck und Ornamente verwendet wird. Bestimmte Gesteine wie Opal und Lapislazuli sowie nicht-mineralische organische Materialien wie Perlen, Bernstein und Korallen, die in der Schmuckherstellung verwendet werden, gelten ebenfalls als Edelsteine. Edelsteine werden grob in Edelsteine und Halbedelsteine unterteilt. Diamanten, Rubine, Saphire und Smaragde gelten als Edelsteine und bilden zusammen mit dem Amethyst die fünf Hauptedelsteine der Antike.

Edelsteine werden auch nach ihrem „Wasser“ klassifiziert, womit ihre Transparenz und Brillanz gemeint ist. Edelsteine werden nach Farbe, Reinheit, Schliff, chemischer Zusammensetzung, Brechungsindex, Dispersion, Härte und Glanz bewertet. Alle Materialien oder Fehler im Inneren des Edelsteins werden als Einschlüsse bezeichnet.

Ein Regenbogen voller Schätze

Jeder Edelstein kommt in verschiedenen Farben oder zumindest in Variationen derselben Farbe vor.

Diamanten gibt es in ausgefallenen Farbtönen, die von strahlendem Weiß über Rot und Blau bis hin zu Schwarz reichen.

Saphir – am beliebtesten in Blau – kommt in Rosa, Gelb, Grün, Weiß und tatsächlich in allen Farben des Regenbogens vor.

Rubine können von Rosa bis Blutrot reichen.

Smaragde finden sich in den Farbtönen Gelbgrün und Blaugrün.

Die meisten Edelsteine reichen von hellen bis zu dunklen Farbtönen. Behandlungen mit Hitze, Strahlung, Wachs/Öl sowie das Ausfüllen von Rissen verbessern ihre Farbe und Reinheit. So entstehen beispielsweise durch Bestrahlung farbige Diamanten, und Behandlungen mit Wachs oder Öl verbessern die Farbe und das Aussehen von Smaragden und Türkisen. Im Labor hergestellte Edelsteine sind physikalisch, optisch und chemisch identisch mit ihren natürlichen Pendants. Es handelt sich hierbei nicht um Imitationen oder simulierte Steine wie Zirkon.

Drei berühmte und seltene Edelsteine

Die Mohs-Härteskala misst die Härte eines Edelsteins; 1 ist die weichste und 10 die härteste Stufe. In der Regel leiten seltene und berühmte Edelsteine ihre Namen von ihren Entdeckern ab. Der berühmteste ist der Hope-Diamant – benannt nach dem Londoner Bankier Thomas Hope. Seine Herkunft lässt sich bis zum Travenier Blau zurückverfolgen, das im Indien des 17. Jahrhunderts abgebaut wurde und sich im Besitz französischer, britischer und türkischer Königshäuser befand.

Der 563 Karat schwere „Star of India“, der Gerüchten zufolge über eine Milliarde Jahre alt sein soll, ist der größte Saphir der Welt. Das Guinness-Buch der Rekorde führt Painit als den seltensten Edelstein der Welt auf. Er wurde nach dem Gemmologen Arthur Pain benannt, der ihn entdeckt hat.

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